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Sprint - die kürzeste Laufdisziplin der Leichtathletik

Als Sprint werden in der Leichtathletik alle Laufstrecken zwischen 50 und 400 m Länge bezeichnet. Wettkämpfe werden grundsätzlich im Stadion oder in der Laufhalle ausgetragen. Die extrem kurzen Sprintstrecken von 50 bis 75 m Länge sind meist Schülern und Jugendlichen vorbehalten, während in den Erwachsenen- und Seniorenklassen die 100 m, 200 m und 400 m gelaufen werden.
Sprintstrecken stellen hohe Anforderungen an Schnelligkeit und Kraft, vor allem die Strecken bis zu einer Länge von 200 m werden im maximalen Tempo gelaufen. Sprintfähigkeiten sind in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter am ausgeprägtesten, jedoch gibt es auch Senioren, die sich mit Erfolg auf diese Wettkampfstrecken begeben.
Olympische Disziplinen sind die 100 m, die 200 m, die 400 m, die 100 m Hürden bei den Frauen, die 110 m Hürden bei den Männern sowie die Staffeln über 4 x 100 m und 4 x 400 m.

Der 100 m-Lauf

Diese Laufdisziplin hat eine lange Tradition. Sie ist seit 1896 olympische Disziplin bei den Männern und seit 1928 bei den Frauen. Gelaufen wird auf einer geraden Strecke im Stadion bzw. im Winter in der Laufhalle. Der Start ist grundsätzlich ein Tiefstart und erfolgt von Startblöcken. Jedem Läufer ist eine eigene Bahn zugeteilt, die er während des Laufes nicht verlassen darf. Die 100 m sind die schnellste Sprintstrecke. Zu den weltweit erfolgreichsten 100 m-Läufern Läufern gehören Carl Lewis, Maurice Greene, Gail Devers und Marion Jones.

Der 200 m-Lauf

Auch diese Strecke ist noch ein kurzer Sprint, die Geschwindigkeit ist fast gleich hoch wie beim 100 m-Lauf. Gelaufen wird über die halbe Stadionrunde, in der Laufhalle über eine ganze Runde. Der Start erfolgt ebenfalls im Tiefstart von Startblöcken aus. Die Laufstrecke ist jedoch nicht gerade, da in der Kurve gestartet wird.
Der Sprint über 200 m ist auch Teildisziplin des Siebenkampfes der Frauen. Olympische Disziplin sind die 200 m seit 1900 für die Männer und seit 1948 für die Frauen.

Der 400 m-Lauf

Die 400 gelten als die härteste Laufstrecke, da das hohe Sprinttempo über eine ganze Stadionrunde durchgehalten werden muss. Zwar ist das Gesamttempo etwas langsamer als bei einem kurzen Sprint, jedoch stellt diese Strecke maximale Anforderungen an Kraft, Schnelligkeit und Kraftausdauer. Gestartet wird ebenfalls im Tiefstart und anschließend muss eine ganze Stadionrunde gelaufen werden, in der Halle 2 Runden. Die 400 m sind seit 1896 olympische Disziplin bei den Männern und seit 1964 bei den Frauen. Eine der erfolgreichsten 400 m Läuferinnen ist wohl Marita Koch aus der ehemaligen DDR, die noch heute den aktuellen Weltrekord von 47,60 sec., gelaufen 1985, hält.