Der Marathonlauf gilt als die größte Herausforderung der klassische Leichtathletik. Ultramarathon, Triathlon und Ultratriathlon haben deren Grenzen längst gesprengt. Bei einem Xterra, einem Triathlon der etwas anderen Art kommt der Schlamm als zusätzliche Herausforderung noch hinzu.
Wie alles begann: AquaTerra auf Maui
Ins Leben gerufen wurde der Xterra Triathlon 1996 als AquaTerra auf Maui. Die Idee dahinter war es, einen Offroad-Triathlon zu präsentieren, der an die internationale Ocean Challenge angelehnt sein sollte, bei denen die besten Rettungsschwimmer gegeneinander antraten. Während es bei der Ocean Challenge aber nur die Disziplinen Schwimmen und Laufen gab, wurde für den AquaTerra auch das Radfahren als Etappe eingeführt. Im Laufe der Jahre wurde des Name des Wettkampfes in Xterra umgewandelt, wobei das X für unbekanntes Terrain stehen sollte. Damit wird darauf angespielt, dass der Triathlon komplett Offroad stattfindet und die Teilnehmer ihren Weg durch unwegsames Gelände bestreiten müssen. Nach Deutschland kam der Extremsport 2002 und findet seitdem jährlich statt.
Abläufe eines Xterra Triathlons: alles offroad!
Anders als bei einem herkömmlichen Triathlon finden alle Etappen des Xterra im Gelände statt. Die Teilnehmer müssen 1,5 km durch einen See oder einen Fluss schwimmen (wie hier durch die Elbe beim 4. Xterra im tschechischen Decin, der sowohl als deutscher sowie als tschechischer Xterra zählte), danach mit einem Dirt Bike wie diesem hier 30 bis 40 km über abgesteckte Wald- und Bergstrecken fahren und danach folgt noch Crosslauf von 8 bis 12 km. Momentan gibt es 41 verschiedene Klassen, in denen die Teilnehmer antreten können. Das jüngste Teilnehmerfeld ist dabei zwischen 15 und 19 Jahren und das älteste Teilnehmerfeld fasst alle Teilnehmer über 70 Jahren zusammen. Zusätzlich gibt es auch sechs Gruppen für behinderte Sportler. Letztere treten beim Xterra Triathlon mit speziellem Equipment wie zum Beispiel einem modifizierten Dirt Bike an.
Am Ende winkt für jedes Teilnehmerfeld bei dem Extremsport ein Preisgeld zwischen 500 und 2.000 Euro und außerdem die Möglichkeit, einen Platz im Nationalteam zu ergattern und bei internationalen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Europa-Cup oder der internationalen Xterra Meisterschaft auf Hawaii anzutreten. Viele Teilnehmer treten bei Xterra allerdings auch nur an, um sich selber zu beweisen, dass sie das Zeug zum Extremsportler haben.


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