<

Der Langstreckenlauf

Für viele ist er weniger spektakulär als die Sprints, aber was die Leichtathleten, welche sich für die Langstrecke entscheiden, leisten, ist bewundernswert. Keiner braucht mehr Ausdauer und Stehvermögen.
Diese Fähigkeiten zeigten immer wieder besonders die Läufer des afrikanischen Kontinents, da sie oft seit frühester Kindheit längste Strecken, beispielsweise zur Schule, zu Fuß zurücklegen mussten. Zu einer Ikone auf der Langstrecke wurde Haile Gebrsellassie aus Äthiopien. Zum vielleicht bedeutendsten deutschen Langstreckenläufer avancierte in den vergangenen zwei Jahrzehnten Dieter Baumann.

Welche Strecken beinhaltet der Langstreckenlauf ?

Der Langstreckelauf beginnt bei den Männern mit den 5000 Metern. Bei den Frauen sind die 3000 Meter die erste Langstrecken-Disziplin. Des weiteren zählen bei den Männern der 10 000 Meter Lauf und der Marathon zur Langstrecke, bei den Frauen sind es die 5000 Meter, 10 000 Meter und der Marathon.
Für die Herren sind die drei Langstrecken bereits seit 1896 (Marathon) und 1912 olympisch. Die Damen gaben erst 1984 ihr olympisches Debut mit dem Marathon und den 3000 Metern. 1988 kamen die 10 000 Meter hinzu. Seit 1996 laufen die Frauen statt der 3000 Meter bei Olympischen Spielen die 5000 Meter Distanz.

Worauf kommt es an beim Langstreckenlauf ?

Oberste Priorität beim Langstreckenlauf besitzt natürlich die Ausdauer des Athleten. Er muss allerdings auch dazu fähig sein, sich sein Rennen richtig einzuteilen. Dadurch erlebt der Zuschauer bei vielen Leichtathletik-Veranstaltungen eine Art "Steher-Rennen", bei denen die Läufer mit relativ langsamen Tempo in einem großen Pulk zusammen bleiben und Außerseiter die Pace machen lassen. Die Favoriten halten sich verdeckt im Mittelfeld auf, sind allerdings jederzeit bereit, das Tempo zu erhöhen, falls ein maßgeblicher Angriff erfolgen sollte. Oft dauert dies jedoch bis wenige Runden vor Schluss. Dann ist es allerdings faszinierend zu sehen, welche Reserven viele Langstreckenläufer noch mobilisieren können.

Etwas anders spielt sich ein Rennen beim Marathon ab. Denn hier kann es recht früh im Rennen vorkommen, dass sich die Favoriten-Gruppe absetzt und den Rest des Feldes nicht mehr herankommen lässt. Aber auch hier ist die richtige Renneinteilung das A und O - so muss der Athlet wissen, wann und wieviel Wasser, elektrolyt- oder zuckerhaltige Getränke er benötigt, um nicht einzubrechen.

Insgesamt stellt der Langstreckelauf höchste Ansprüche an die Sportler. Wer sich dafür entscheidet, muss einen sehr hohen Trainingsaufwand betreiben. Aber dafür entschädigt ja oft der persönliche Erfolg.