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Dreisprung

Zu unseren natürlichen Bewegungsabläufen gehören Laufen, Werfen und das Springen. Perfektioniert werden diese Bewegungsabläufe in der Leichtathletik, im Wasser- und Skispringen, auf dem Eis oder in der Gymnastik. Die elementaren Formen des Sprungs werden aber vornehmlich in der Leichtathletik trainiert und zwar in den Wettkampfdisziplinen Weit-, Hoch- und Stabhochsprung sowie im technisch komplizierten Dreisprung.

Die Athleten

Zu seinen bekanntesten Vertretern des Dreisprungs gehören der Olympiasieger von 1896, der US-Amerikaner James Connolly, sowie der Engländer Jonathan Edwards, der 1995 die Rekordmarke von 18,6 Meter aufgestellt hat. Zu den bekanntesten deutschen Dreisprung-Athleten gehört Charles Friedek. Inessa Krawets jedoch hält seit der WM in Göteborg den Weltrekord der Frauen mit 15,5 Meter.

Geschichtliches zum Dreisprung

Das Springen als Wettkampfdisziplin wurde bereits in hellenistischer Zeit eingeführt. Während sich die Griechen belegbar im Weitsprung maßen, ist es aber nur wahrscheinlich, dass sie ebenso den Wettbewerb im Dreisprung austrugen. Allerdings kannten sie diese Disziplin unter der Bezeichnung Phayllassprung. Auch die Germanen, die jedoch eher den Sprung über ihre Pferde trainierten, kannten Weitsprünge im Allgemeinen. Das Nibelungenlied erzählt davon. Aber erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts begann die deutsche Leichtathletik damit, sich auch der technischen Perfektionierung im Dreisprung zu widmen. 1886 fanden daher die ersten in Deutschland und 1889 die ersten europaweit ausgetragenen Meisterschaften statt. Die Disziplin wurde schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg auch sportwissenschaftlich aufgegriffen und fand in Trainingslehrbüchern ihre Erwähnung. Maßgebend wiederum für die leichtathletischen Sprungwettbewerbe sind die Regeln des Deutschen Leichtathletikverbandes.

Die Technik des Dreisprungs

Beim Weitsprung beträgt die Länge der Anlaufstrecke generell zwischen 50 und 75 Meter, während sie eine Breite von 1,20 Meter aufweist. Der Dreisprung wird – im Gegensatz zum Hock- und Schnepperanlauf – im Lauf vorgenommen. Abgesprungen wird von einer in jedem Fall zu treffenden Markierung, von der aus dann die gesamte Weite des Sprungs gemessen wird. Die sich dem Absprung anschließenden drei Sprünge werden mittlerweile zweimal mit dem gleichen Bein und dem Schlusssprung, früher hingegen zumeist mit Beinwechsel und Schlusssprung durchgeführt. Dabei beruht die im Dreisprung alles entscheidende Technik in erster Linie auf der Sprungkraft, die sich ihrerseits zusammensetzt aus der maximalen Anlaufgeschwindigkeit und dem günstigsten Absprungwinkel.