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Siebenkampf

Der Siebenkampf ist das weibliche Pendant zum Zehnkampf der Herren. Diese olympische Disziplin der Leichtathletik wird immer an zwei aufeinander folgenden Tagen ausgetragen. Sie wird regelmäßig als die `Königsdisziplin´ bezeichnet.

Der Wettkampf

Während am ersten Tag ein 100 Meter Hürden - Sprint, der Hochsprung, das Kugelstoßen und ein 200 Meter Lauf absolviert werden müssen, ist der zweite Tag dem Weitsprung, dem Speerwurf und dem abschließenden 800 Meter Lauf vorbehalten. Den Bewerberinnen stehen im Hochsprung und im Kugelstoßen jeweils drei Versuche zu, beim Weitsprung und Speerwerfen stehen sechs Anläufe zur Verfügung. Das Ergebnis eines jeden Wettkampfes wird mit Hilfe einer Punktetabelle bewertet, wobei nach dem Abschluss des Wettbewerbs sämtliche Ergebnisse zu einem Wert zusammengezogen werden. Die heute gültige Tabelle stammt aus dem Jahr 1985.

Die Entwicklung des Siebenkampfs

Historisch ging der Siebenkampf aus dem bis 1981 offiziell ausgetragenen Fünfkampf hervor, wurde allerdings auch vorher schon auf vielen sportlichen Großereignissen ausgetragen. Der Fünfkampf wurde seit 1928 als Frauen-Mehrkampf regelmäßig veranstaltet. Dabei fehlten das Speerwerfen und eine der reinen Laufdisziplinen. Seit 2004 existieren aber auch Wettbewerbe im Zehnkampf der Frauen, da der internationale Leichtathletikverband sich seit einiger Zeit für die Aufnahme weiterer Männerdisziplinen einsetzt.

Fähigkeiten einer Siebenkämpferin

Im Gegensatz zu den Einzeldisziplinen der Leichtathletik werden den Siebenkämpferinnen die umfassendsten Fähigkeiten abverlangt.
Dieser Sport erfordert sowohl Schnelligkeit als auch Sprungstärke. Des weiteren wird den Sportlerinnen Ausdauer und die sichere Beherrschung sämtlicher Techniken in den einzelnen Wettkämpfen abverlangt.

Der Spitzensport

Anfangs wurde diese Disziplin von den unterschiedlichsten Sportlerinnen der DDR dominiert. Zu Beginn der 80er Jahre dagegen schreibt die amerikanische Ausnahmeathletin Jackie Joyner-Kersee Geschichte. Deren Weltrekord konnte bis heute keine andere Sportlerin brechen. Seither wechseln sich verschiedene Nationen bei den Führenden im Siebenkampf ab. Im Spitzensport zählt heute die Erreichung der 7000 Punkte Marke, die auch Jackie Joyner-Kersee das erste mal durchbrach, zu den Garanten für eine der vorderen Platzierungen. Zu den erfolgreichsten deutschen Mehrkämpferinnen gehörte bis vor kurzem Sabine Braun.