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Mehrkampf in der Leichtathletik

Der Mehrkampf in der Leichtathletik wird sowohl von Frauen wie auch von Männern betrieben. Die Ermittlung des jeweiligen Siegers erfolgt in einzelnen Wettkämpfen, die nacheinander durchgeführt werden. Für jede erreichte Leistung erhält der Sportler pro Durchgang eine bestimmte Punktzahl, die durch einen festgelegten Verteilungsschlüssel vergeben wird. Am Ende werden die Punkte der einzelnen Wettkämpfe zu einem Gesamtergebnis addiert. Die Tabelle mit dem Verteilungsschlüssel ist mehrfach geändert worden. Die aktuell gültige Version für Frauen und Männer stammt aus dem Jahr 1985.

Der Ablauf des Mehrkampfes

Bei den Frauen besteht der Mehrkampf aus insgesamt sieben Disziplinen und wird dementsprechend als Siebenkampf bezeichnet. Die sieben Disziplinen werden an zwei Tagen in folgender Aufteilung ausgetragen:
1. Tag: 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, 200 Meter
2. Tag: Weitsprung, Speerwerfen, 800 Meter

Bei den Männern ist der Zehnkampf mit zehn Disziplinen noch etwas umfangreicher. Der Zehnkampf wird ebenfalls auf zwei Tage verteilt und folgendermaßen durchgeführt:
1. Tag: 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 400 Meter
2. Tag: 110 Meter Hürden, Diskuswerfen, Stabhochsprung, Speerwerfen, 1500 Meter

Die Geschichte des Mehrkampfes

Der Zehnkampf existiert in seiner heutigen Form seit dem Jahre 1911 und wurde 1912 zum ersten Mal bei den Olympischen Sommerspielen durchgeführt. Bei den Frauen war der Mehrkampf dagegen lange nur ein Fünfkampf. Erst im Jahre 1981 wurden die Disziplinen auf den Siebenkampf ausgeweitet. Der erste Wettkampf bei den Olympischen Spielen geschah dann 1984 in Los Angeles. Die aktuellen Weltrekordhalter sind der Tscheche Roman Sebrle (9026 Punkte in Götzis/2001) und Jackie Joyner-Kersee (7291 Punkte in Seoul/1988).

Der Mehrkampf gilt in der Leichtathletik als die Königsdisziplin, denn der Sportler muss dabei eine Vielzahl von unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenführen. Beim Laufen ist die Sprintkraft ebenso wichtig wie die Ausdauer. Aber auch Kraft im Oberkörper sollte vorhanden sein, wobei allerdings das Körpergewicht wiederum nicht zu hoch sein darf. Das Ziel ist, die Ausgewogenheit verschiedenster Fähigkeiten möglichst harmonisch miteinander zu kombinieren.